Tarifvertrag avb parität

By 04/08/2020Ikke kategoriseret

In Portugal ortet die Gleichstellungsagentur für Beschäftigung Tarifverträge mit Klauseln, die Lohndiskriminierung verursachen. In Finnland wurden gesondert ausgehandelte Anpassungen der Lohnskalen eingeführt. Eine “Gleichstellungsbeihilfe” setzt die Geschlechtsentgelte ausdrücklich auf die Verhandlungsagenda der nationalen Lohnvereinbarungen. In den meisten Ländern sind Tarifverträge die wichtigsten Mechanismen für die Lohnfestsetzung. Die Sozialpartner können Tarifverhandlungen nutzen, um Lohnunterschiede aufzudecken oder zu verhindern, dass sie überhaupt entstehen. Die Erfahrungen in ganz Europa zeigen, dass zentral ausgehandelte Tarifverträge für gleiches Entgelt wirken können. Im Vergleich dazu profitiert der Lohngleichheit weniger von dezentralen Tarifverhandlungen. Was die LGBTI-Gemeinschaft im weiteren Sinne betrifft, so bestand die Absicht darin, ihre Mitglieder mit der Form des Tarifvertrags vertraut zu machen und verschiedene Handlungsoptionen in Bezug auf die spezifische Praxis der Tarifverhandlungen sowie den rechtlichen Rahmen im Bereich des Arbeitsrechts und des Schutzes vor Belästigung und Diskriminierung vorzuschlagen. Diese Leitlinien sind nicht erschöpfend, stellen aber den ersten Schritt dar und erfordern Änderungen und Verbesserungen. Unter Verwendung der bestehenden Tarifverträge mehrerer Arbeitgeber hat die Arbeitsgruppe einen Entwurf eines Tarifvertrags mit den oben genannten Elementen erstellt. Die Idee ist, dass interessierte Akteure wie Gewerkschafter, Arbeitgeber und LGBTI-Aktivisten diesen Entwurf in Tarifverhandlungen nutzen und/oder die interessierte Öffentlichkeit über die Möglichkeiten des Schutzes und der Verbesserung der Rechte von LGBTI-Arbeitnehmern durch Tarifverträge aufklären können. Die Leitlinien und der Entwurf eines Abkommens können frei genutzt werden, und wir hoffen, dass sie zu einem weiteren Schutz und zur Erreichung der Gleichstellung von LGBTI-Personen am Arbeitsplatz beitragen werden.

Nach Section 9 des Employment Equality Acts, 1998-2011, kann jede Bestimmung in einem Tarifvertrag oder einer anderen Anordnung, die aus einem der neun Gründe diskriminiert, für nichtig erklärt werden. Dazu gehört auch eine Vereinbarung, die zu einer diskriminierenden Lohndifferenz führt. Die Vereinbarungen und Anordnungen, die angefochten werden können, sind: Tarifverträge, Arbeitsordnungsverordnungen (vom Arbeitsgericht nach dem Arbeitsverhältnisgesetz erlassen) und eingetragene Arbeitsverträge. Eine Person, die von einer solchen Vereinbarung oder Anordnung betroffen ist, kann eine Beschwerde an die Arbeitsschutzkommission verweisen. Nach S.86 der Akte kann die Kommission eine solche Beschwerde an die Mediation verweisen, wenn die Parteien keine Einwände erheben oder untersuchen und eine Entscheidung erlassen können. Der gesetzliche Rechtsbehelf besteht darin, dass eine als diskriminierend befundene Bestimmung für nichtig erklärt wird und daher keine Rechtswirkung mehr hat. Die Kommission kann, wenn sie dies für angebracht hält, darüber beraten, wie eine nichtdiskriminierende Ersatzregelung gestaltet werden könnte. In Fällen, in denen ein Arbeitgeber eine Gewerkschaft oder eine Gruppe von Gewerkschaften anerkennt, ist es üblich, Tarifverhandlungen zu führen, um Vereinbarungen auszuhandeln.

Ein Tarifvertrag ist ein Tarifvertrag, der von einem Arbeitgeber oder im Namen einer repräsentativen Gewerkschaft geschlossen wird, die die Bezahlung und/oder andere Beschäftigungsbedingungen regelt. Diese Leitlinien und der Entwurf des Tarifvertrags sind ein Versuch, unabhängig von der derzeitigen Praxis der Tarifverhandlungen in Kroatien realistische Bestimmungen vorzuschlagen, die nicht nur für LGBTI-Arbeitnehmer, sondern für alle anderen schutzbedürftigen Gruppen und Arbeitnehmer im Allgemeinen von Vorteil sein werden. Ein weiteres Ziel war es, die Akteure der Gewerkschaften zu ermutigen, die spezifischen Interessen der LGBTI-Beschäftigten bei Tarifverhandlungen zu berücksichtigen. Die EU-Länder kämpfen auf nationaler Ebene gegen das geschlechtsspezifische Lohngefälle. Einkommensberichte helfen, das geschlechtsspezifische Lohngefälle in einem Unternehmen zu identifizieren und zu schließen. Die Berichte müssen veröffentlicht und dem Betriebsrat vorgelegt werden, der eine Zertifizierung aushändigt. Ein Lohnrechner hilft Arbeitgebern bei der Erstellung von Einkommensberichten und ermöglicht es ihnen, das angemessene Lohnniveau nach Qualifikation, Beruf und anderen Faktoren zu berechnen.